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EZB: Mit der neuen Präsidentin kehrt wieder Ruhe ein


14.01.20 12:42
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Sorge vor einer Eskalation der Lage im Nahen Osten sorgte zeitweilig für eine Flucht in sichere Häfen wie Bundesanleihen, US-Treasuries und Gold, berichten die Analysten der Helaba.

Mit der Abwendung eines Krieges seien die Anleger jedoch rasch wieder zur Tagesordnung übergegangen. Der turbulente Jahresbeginn habe gezeigt, dass vermutlich auch dieses Jahr geopolitische Themen eine wichtige Rolle spielen würden.

Der Wachstumsausblick für 2020 sei überwiegend positiv. Konsum und Bauinvestitionen würden die deutsche Konjunktur tragen. Geld- und Fiskalpolitik seien expansiv ausgerichtet. Das 4. Quartal könnte gleichwohl aber schwächer ausfallen als erwartet. Die Umfrageindices für das Verarbeitende Gewerbe würden unverändert auf eine Schwäche der Industrie hindeuten.

Nach den hektischen Monaten unter Mario Draghi sei mit der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde im EZB-Rat wieder Ruhe eingekehrt. In ihrer ersten Pressekonferenz habe sie erwartungsgemäß keine Hinweise auf weitere Maßnahmen der Europäischen Zentralbank gegeben. (Ausgabe vom 13.01.2020) (14.01.2020/alc/a/a)