Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihen auf SAP - Starkes zweites Quartal zementiert Stellung im DAX - Anleiheanalyse


13.07.20 10:00
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von SAP eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Europas größter Softwarehersteller habe in der Corona-Krise ein unerwartet starkes zweites Quartal hingelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8% gestiegen. Die positiven Entwicklungen des zweiten Quartals hätten das Unternehmen selbst überrascht. Noch im Frühjahr habe man den Jahresausblick gesenkt und im Besonderen vor der ungewissen wirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal gewarnt. "Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Teams das sehr schwierige Umfeld erfolgreich gemeistert und ein besseres Quartalsergebnis erreicht haben als erwartet", habe Vorstandschef Christian Klein in einer Mitteilung zu den unerwartet guten Quartalszahlen seines Unternehmens gesagt.

Besonders das breite Portfolio mit einer "beispiellosen Diversifikation" habe dafür gesorgt, die Herausforderungen des ersten halben Jahres gut bewältigen zu können. Dabei habe man noch im Frühjahr angekündigt, das breite Produktportfolio auszudünnen, um sich mehr auf einzelne Kernkompetenzen zu fokussieren. Nun habe ausgerechnet die breite Diversifikation SAP sicher durch das schwierige Umfeld navigiert.

Im Wesentlichen seien für die positiven Quartalszahlen zwei Geschäftsfelder verantwortlich: Das Geschäft mit Software-Lizenzen, welches Lösungen für Unternehmen verschiedenster Branchen liefere, und der wachsende Markt des Cloud-Computings. Das Geschäft mit Software-Lizenzen sei speziell in Asien nach den coronabedingten Ausgangssperren stärker angelaufen als im Rest der Welt, nachdem es im ersten Quartal dieses Jahres bereits erheblich unter der Corona-Pandemie gelitten habe.

Das Cloud-Geschäftsmodell sei besonders wichtig für eine nahtlose Integration der Geschäftsprozesse der Kunden des Walldorfer Software-Unternehmens. Nun habe sich bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen gezeigt, dass das Geschäft mit der Cloudsoftware um rund ein Fünftel, verglichen mit dem Vorjahresquartal, zugelegt habe und damit maßgeblicher Treiber der Umsatzzuwächse des Unternehmens sei. Unter normalen Voraussetzungen wäre das Cloud-Geschäft noch stärker gewachsen - Corona sei hier ein stark limitierender Faktor gewesen. Das Geschäft sei zwar nicht so stark wie in den Monaten vor der Corona-Pandemie gewachsen, aber viele der bestehenden Kunden hätten ihre auslaufenden Verträge mit SAP verlängert oder neue abgeschlossen. Das gebe Sicherheit für die Zukunft. SAP wähne sich in diesem Geschäftsbereich gut positioniert. Seitens des Unternehmens gehe man davon aus, dass die Nachfrage nach Lösungen für digitale Logistikketten, E-Commerce und die Marktforschungsplattform Qualtrics "unverändert stark" bleibe.

SAP wirtschafte aufgrund einer Strategie, die einen vorwiegend virtuellen Vertrieb und Remote-Implementierungen ermögliche, sehr effizient. Seitens der Unternehmensführung habe man schnell auf die Corona-Krise reagiert und weniger neue Mitarbeiter eingestellt, kurzfristig anpassbare Ausgaben verringert und weitere Ausgaben, wie Geschäftsreisen, reduziert. Zusammen mit der starken Umsatzentwicklung hätten diese Maßnahmen, trotz des schwierigen Marktumfeldes, zu einem höheren Betriebsergebnis und einer höheren Marge geführt. Diese sei auf 29,1% gestiegen, was vor allem von Investoren positiv aufgenommen worden sei, da sie als wichtige Kennzahl für die Entwicklung des Tagesgeschäftes stehe.

Es scheine als könne man wertvolle Erkenntnisse aus der Corona-Krise übernehmen, um auch in Zukunft profitabler zu arbeiten ohne Umsätze einzubüßen. Aber SAP wolle künftig nicht nur effizienter wirtschaften, sondern auch Geld ausgeben. Man sei zwar nicht immun gegen die Krise, aber finanziell gut aufgestellt, lasse das Unternehmen verlauten. Kürzlich habe das Unternehmen mitgeteilt, an der Integration der vielen zum Konzern gehörenden Unternehmen zu arbeiten. Zudem wolle man mehr Geld in die Eigenentwicklung investieren, um Kunden Lösungen anzubieten, die näher an deren Bedürfnisse gekoppelt seien. Dabei stünden Investitionen in branchenspezifische Cloud-Lösungen im Vordergrund. SAP sei quasi das einzige Technologieunternehmen aus Deutschland, das mit der brancheninternen Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten technologisch mithalten könne. Investitionen in Zukunftstechnologien seien deshalb nicht nur sehr wichtig, um nicht den Anschluss an die Tech-Riesen aus den USA zu verlieren, sondern auch, um den Technologiestandort Deutschland zu repräsentieren.

Die Aktie der SAP SE werde aktuell bei EUR 134,40 (10.07.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 139,72 (09.07.2020) und das Jahrestief bei EUR 82,13 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 29 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und fünf auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Aktienanleihe mit Barriere (ISIN DE000VP5TSS8 / WKN VP5TSS) auf SAP. Der Kupon sei auf 13,50% festgelegt worden. Das Papier verfüge über einen Basispreis von EUR 155,00. Die Barriere liege bei EUR 110,00 und der Abstand zur Barriere bei 19,99%. Der Geldkurs liege bei EUR 103,09, wobei der Briefkurs EUR 103,29 betrage. Der 17.09.2021 sei als Bewertungstag fixiert worden. (Stand: 13.07.2020, 09:42)

Interessant sei auch die 15,50% Aktienanleihe mit Barriere (ISIN DE000VP5TST6 / WKN VP5TST) auf die SAP-Aktie. Der Basispreis liege bei EUR 155,00, die Barriere betrage EUR 120,00 und der Abstand zur Barriere 12,72%. Der Geldkurs liege bei EUR 103,33, der Briefkurs bei EUR 103,53. Der Bewertungstag sei der 17.09.2021. (Stand: 13.07.2020, 09:42)

Außerdem könnte die Aktienanleihe mit Barriere (ISIN DE000VP5TSV2 / WKN VP5TSV) auf SAP mit einem Kupon von 11,50% interessant sein. Das Papier sei mit einem Basispreis von EUR 155,00 ausgestattet. Die Barriere betrage EUR 100,00 und der Abstand zur Barriere 27,26%. Der Geldkurs liege bei EUR 103,33 und der Briefkurs bei EUR 103,53. Der Bewertungstag sei auf den 17.09.2021 festgelegt worden. (Stand: 13.07.2020, 09:42)

Eine Investmentidee sei zudem die 18,50% Aktienanleihe mit Barriere (ISIN DE000VP5TSW0 / WKN VP5TSW) auf die SAP-Aktie. Der Basispreis belaufe sich auf EUR 155,00. Die Barriere liege bei EUR 120,00 und der Abstand zur Barriere bei 12,72%. Der Geldkurs betrage EUR 103,34 und der Briefkurs EUR 103,54. Der Bewertungstag sei der 18.06.2021. (Stand: 13.07.2020, 09:42)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 10.07.2020) (13.07.2020/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
102,80 € 102,71 € 0,09 € +0,09% 12.08./19:53
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000VP5TSS8 VP5TSS 106,01 € 100,74 €
Werte im Artikel
138,08 plus
+0,71%
102,72 plus
+0,10%
102,80 plus
+0,09%
103,00 plus
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