Staatsanleihen: Massiv unter Druck


26.02.21 09:00
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Rentenmarkt stand gestern massiv unter Abgabedruck, so die Analysten der Helaba.

Für Gegenwind habe unter anderem ein dynamisches EWU-Geldmengenwachstum gesorgt. Zudem führe die Konjunkturzuversicht zu steigenden Realrenditen. Das Thema Inflation treibe die Marktteilnehmer zwar weiterhin um, die Inflationserwartungen seien gestern aber nur leicht gestiegen. Die besänftigenden Worte der EZB würden aktuell keine Wirkung zeigen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe deutliche Verluste verzeichnet und im Tief bei 172,08 und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2020 notiert. 10-jährige Bundeswertpapiere hätten mit einer Rendite von -0,21% das höchste Niveau seit Mitte März letzten Jahres markiert. Die Peripheriespreads hätten sich gestern ausgeweitet. Vor allem griechische Titel mit zehn Jahren Laufzeit hätten ihren Renditevorsprung gegenüber Bunds auf 135 Basispunkte ausgeweitet.

Das Chartbild des Bund-Futures sei unverändert mit Risiken behaftet, denn die Indikatoren im Tageschart seien gen Süden gerichtet oder stünden auf Verkauf. Die nächsten Haltemarken seien bei 172,08, 171,64 und 171,28 zu finden. Ein erster Widerstand zeige sich um 173,60. (26.02.2021/alc/a/a)