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Renten: Rückläufige Renditen an den Staatsanleihemärkten


29.03.21 10:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten sorgte die im Wochenverlauf zu beobachtende Unsicherheit für Unterstützung, so die Experten von Union Investment.

In den USA habe die Zinskurve über den Renditerückgang bei den langen Laufzeiten etwas flacher tendiert. Die Verzinsung sei dort um bis zu sechs Basispunkte gefallen. Die am Donnerstag durchgeführte Auktion siebenjähriger US-Schatzanweisungen sei wesentlich besser verlaufen, als dies noch vier Wochen zuvor der Fall gewesen sei und habe für etwas Entspannung an den Bondmärkten gesorgt. Parallel habe sich hierzu die Bundkurve entwickelt, die sich im gleichen Renditeumfang leicht abgeflacht habe.

Renditerückgänge seien auch in den Peripherieländern zu beobachten gewesen. Im Zehnjahresbereich sei dies in einer Größenordnung von fünf Basispunkten erfolgt. Der Euro-Gesamtmarkt (iBoxx - Sovereigns-Index) habe bis Donnerstagabend ein Plus von 0,7 Prozent verzeichnet.

Mit der aktuellen Verschnaufpause scheine der Renditeanstieg vorerst einmal gestoppt. Für die Bundesanleihen werde aber die Entwicklung des US-Marktes weiterhin entscheidend bleiben. Die EZB habe jüngst verlautbaren lassen, dass sie hinsichtlich des Ankaufprogramms PEPP vor allem auf die Anleihepreise und weniger das Ankaufsvolumen ausgerichtet sein werde. Am Markt bestehe nun etwas Hoffnung auf ein mögliches Abkoppeln vom US-Rentenmarkt. (Ausgabe vom 26.03.2021) (29.03.2021/alc/a/a)